Erzabtei St. Peter
St. Peter-Bezirk 1
5010 Salzburg

Lageplan
Ansprechpartner

Sie sind hier: Startseite > Aktuell > Neuigkeiten > Zwei Mönche sind Opfer des Nationalsozialismus

Zwei Mönche sind Opfer des Nationalsozialismus

15.10.10  

P. Romuald Neunhäuserer wurde in Schloss Hartheim ermordet und Br. Cölestin Förtsch im KZ Ravensbrück.

Am 21. Juli wurden im Stiftshof von St. Peter zwei "Stolpersteine" verlegt. Diese Kunstaktion möchte das Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus an den Stätten ihres Wirkens aufrecht erhalten.

Br. Cölestin Förtsch und P. Romuald Neunhäuserer sind die ersten kirchlichen Vertreter im Rahmen dieses Kunstprojektes in der Stadt Salzburg. Bei der Verlegung der beiden Stolpersteine waren der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, HR Marko Feingold, und der Erzbischof von Salzburg, Dr. Alois Kothgasser SDB, anwesend.

P. Romuald Neunhäuserer (geb. 1882) war als Kooperator in Abtenau, Grödig und Annaberg tätig. Ferner war er Beichtvater in Maria Plain und Konviktspräfekt. Nach seiner schweren Erkrankung war er seit 1920 in der Landesheilanstalt Lehen untergebracht. Am 17. April 1941 holte man ihn von dort ab und brachte ihn am 8. Mai 1941 in Schloss Hartheim um.

Br. Cölestin Förtsch (geb. 1896) war in der Landwirtschaft in Martinsbühel, als Konventdienter in St. Peter und als Refektorar im Kolleg St. Benedikt tätig. Nach der Aufhebung des Klosters St. Peter im Jahre 1942 wurde er wegen angelblicher monarchistischer Betätigung von der Gestapo verhaftet und über das KZ Dachau ins KZ Ravensbrück überstellt. Im Gedenkbuch der Opfer des KZ Ravensbrück ist sein Todesdatum mit 10. Februar 1944 im Außenlager Barth angegeben.

 P. Romuald Neunhäuserer und Br. Cölestin Förtsch sind durch Stolpersteine als Opfer des NS-Regimes geehrt worden.  Die Verlegung der Stolpersteine am 21. Juli 2010  P. Romuald Neunhäuserer
zurück oben drucken
Datenschutz • Impressum