Orgeln

Hauptorgel © Michael Rieß

Geschichte

Das erste Mal ist die Existenz einer Orgel für das Jahr 1312 bezeugt. Heinrich von Traxdorf aus Mainz errichtete 1444 auf dem Lettner eine Orgel. 1505 erbaute  Christian Taker aus Wasserburg am Inn (D) eine neue Orgel, welche von Paul Hofhaimer kollaudiert wurde.

Die erste große Barockorgel in Salzburg baute Daniel Haill aus Irsee (D) auf die Westempore der Stiftskirche zwischen 1618-20 (24 Register, aufgeteilt in Rückpositiv, Hauptwerk und großes Pedal). Diese Orgel wurde dann öfters erweitert und umgebaut. Bis 2018 stand im erhaltenen Gehäuse ein Orgelwerk von J. J. Mertel aus Salzburg (A) von 1917.

Dieses Orgelwerk wurde 2018/19 von der Firma Mathis aus Näfels/ Schweiz in den Vitalischor transloziert, neu aufgesetzt, restauriert und fungiert seither dort als neue Chororgel. Die von Mathis durchführten Arbeiten haben in enger Absprache mit dem Bundesdenkmalamt dazu beigetragen, den Klang zu optimieren und den technischen Urzustand der Orgel wiederherzustellen.

Das barocke Gehäuse auf der Westempore steht seither leer; Orgelbaumeister Ahrend wird dort eine neue Hauptorgel mit 43 Registern verteilt auf 4 Manualwerke und Pedal in den nächsten Jahren einbauen.

Franz Zanin baute 1996 eine weitere Orgel (2 Manuale und Pedal) im venezianischen Stil für die Stiftskirche; positioniert auf dem Psalierchor.

Quelle

Petrus Eder, Art. „St. Peter (Salzburg)‟, in: Österreichisches Musiklexikon online, Zugriff: 13.1.2018

Chororgel

Hans Mertel, Salzburg (A), 1917: pneumatische Spiel- und Registertraktur; Translozierung und Renovierung: Orgelbau Mathis, Näfels (Ch), 2018/19.

Disposition:

Koppeln:

I-Ped
II-Ped
I-II
Unteroktavkoppel II-I
Oberoktavkoppel II-I
Oberoktavkoppel I-I

Spielhilfen:

feste Kombinationen: PP-P-MF-F-Pleno
eine freie Kombination
Crescendotritt
Zungen ab
Pedal ab

Venezianische Orgel

Franz Zanin, Udine (I), 1996: mechanische Spiel- und Registertraktur; im venezianischen Stil; 2 Prospekte (in die Stiftskirche und in den Psallierchor)

Disposition:

Koppeln/Spielhilfen:

I-P, II-P, I-II
Ripieno

Weitere Instrumente

Truhenorgel 1 (in der Stiftskirche auf der Musikempore)

Henk Klop, Garderen (NL), 2011, 5 Register mit Schleifenteilung und Transponiervorrichtung

Truhenorgel 2 (in der Marienkapelle)

Walter Vonbank, Murau (A), 1995, 3 Register

Truhenorgel 3 „Angelika“ (Instrument für Konzerte)

Alois Linder, Nussdorf am Inn (D), 2012, 3 Register mit Transponiervorrichtung