Stellungnahme von EA Dr. Korbinian Birnbacher zu EA Bruno Becker

24.09.18

Stellungnahme von Erzabt Dr. Korbinian Birnbacher OSB vom 24. September 2018.

Am 9. März 2010 ist Erzabt Bruno Becker von seinem Amt als Erzabt von St. Peter zurückgetreten nachdem bekannt wurde, dass es vor seiner Priesterweihe, Ende der 1960er Jahre, zwischen ihm und einem damals Minderjährigen einmalig zu einer sexuellen Handlung gekommen sei. Becker räumte diesen Vorfall ein und trat zurück.

Die mediale Berichterstattung 2010 konnte damals nur lückenhaft und dadurch leider auch teilweise irreführend geleistet werden. Manches entsprach den Tatsachen, manches aber war rein spekulativ. Bedauerlicherweise wurde dieser Fall immer wieder mit dem Fall Flachberger verwechselt. Davon ist dieser Fall jedoch strikt abzugrenzen.

In den Jahrzehnten seit P. Brunos Priesterweihe 1971 hat es keinerlei Hinweise oder Anschuldigungen in diese Richtung gegeben. Seit dem Bekanntwerden dieses Vorwurfs 2010 wurde der einmalige Vorfall genauestens untersucht und aufgearbeitet. Es fand eine persönliche Versöhnung von Opfer und Täter statt und eine Ausgleichszahlung wurde vom Kloster geleistet.

In der Berichterstattung der Erzdiözese Salzburg vom 9. März 2010 wurde fälschlicherweise behauptet, dass P. Bruno „von allen Ämtern abgezogen worden sei und auch in der Seelsorge nicht mehr tätig sein werde“. Diese Darstellung ist insofern unrichtig, als ich damals als Prior gesagt habe, dass bis zur Klärung der konkreten Vorwürfe vorerst kein seelsorgerischer Einsatz möglich sei. Nach eingehender Prüfung hat der damalige Diözesanbischof von St. Pölten, DDr. Klaus Küng, entschieden, dass P. Bruno in seiner Diözese als Wallfahrtsseelsorger tätig sein kann. Seither ist P. Bruno als Wallfahrtsseelsorger am Sonntagberg tätig.