Allerheiligen und Allerseelen 2020

02.11.20

„Auferstehung ist unser Glaube, Wiedersehen unsere Hoffnung, Gedenken unsere Liebe“ (hl. Augustinus)

Dieses Zitat bringt den Inhalt der vergangenen beiden Tage von Allerheiligen und -seelen wohl gut auf den Punkt.

Immer wenn die Tage kürzer werden, die Natur sich in die herbstlich, winterliche, Ruhe zurückzieht, steht uns auch die Vergänglichkeit unsers irdischen Lebens vor Augen. In den Erinnerungen begegnen uns Menschen, die das Tor des Todes schon durchschritten haben.  Viele von ihnen wissen wir schon ganz bei Gott angekommen, alle Heiligen, die bekannten und unbekannten. Ihrer gedenken wir in Liebe und bitten sie unseren Weg in die ewige Heimat zu begleiten. Einige der Verstorbenen stehen noch nicht ganz im Licht des Herrn, alle Armenseelen. Für sie bitten wir um Erbarmen und Trost.

Musikalisch gestaltet wurden die Tage in bewährter Weise von unserem Stiftskapellmeister Peter Peinstingl und der Stiftsmusik in einer kleinen Besetzung. Am Allerheiligenfest erklang von Jehan Alain die „Messe modale en septuor“ und zum Pontifikalrequiem am Allerseelentag die „Missa pro defunctis“ von Tomás Luis de Victoria.

In seiner Alleseelenpredigt hat P. Prior Petrus Taufe und Tod ins Zentrum gestellt und sie in paulinischer Weise verbunden. Das Wasser der Taufe ist Durchgang zum neuen Leben in Christus. Der Tod ist somit eine „endgültige“ Taufe für das ewigen Leben.

Leider musste der öffentliche Friedhofsgang mit der Gräbersegnung am Abend des 1. November entfallen. Die Klostergemeinschaft machte sich jedoch am Morgen des Allerseelentages nach den Laudes auf und segnete die Gräber am Petersfriedhof.

Hier gibt es noch einige Eindrücke der Feierlichkeiten.