Gedanken zum 4. Adventsonntag

20.12.20

Ungeahntes!

„Du hast mehr Möglichkeiten als du denkst, ganz zu schweigen von den ungeahnten Möglichkeiten Gottes mit dir.“ Dieser Satz, der dem Heiligen Ignatius von Loyola zugeschrieben wird, hat sich schon oft bestätigt.

Da wird jemanden eine Aufgabe übertragen und so viele haben am ihm / an ihr gezweifelt. Und es hat geklappt, besser als es erwartet wurde oder geplant war. Da sieht jemand die Chance seines Lebens, und allen Ängsten und Befürchtungen zum Trotz nimmt er die Chance wahr und hat Erfolg. Da merkt jemand, dass es so nicht weiter geht und die Veränderungen tun ihm / tun ihr gut und sind heilsam für Leib und Seele. Und gerade in den vergangenen Monaten ist dieser Satz von den ungeahnten Möglichkeiten doch in vielfältiger Weise bestätigt worden. Ja, es gibt ungeahnte Möglichkeiten und manchmal fragt man sich, wo da die Kraft und die Ideen herkommen.

Auch Maria, die junge Frau aus Nazaret muss mit den ungeahnten Möglichkeiten Gottes leben, auch wenn sie sicher nicht damit gerechnet hat. Sicher wollte jede Frau in Israel den Messias zur Welt bringen, aber warum gerade sie? Wie soll das alles werden, was da der Engel mir sagt? Wie kann ich das meinen Josef erklären? Wird er mir glauben und welche Möglichkeiten und welche Schwierigkeiten werden dadurch entstehen?

Doch der Engel hat auf die Frage Marias – Wie soll das geschehen? – nur eine kurze aber ausschlaggebende Antwort: Gott wird es richten.
Gott hat ungeahnte Möglichkeiten, um das Heil der Menschen und für die Menschheit zu wirken. Gott hat sich die Beste für uns ausgesucht. Er sendet seinen Sohn, er schenkt der Welt ein Kind, geboren von einer Frau und zeigt damit, dass er ungeahnte Möglichkeiten für die Welt hat.

Diese Heilsgeschichte darf für jede und jeden von uns zur Frage werden:
Wo sind meine Möglichkeiten für mich und für andere zum Heil zu werden?
Und bin ich bereit, die Gnade, die ich bei Gott gefunden habe, auch zu nutzen?
Bin ich eine ungeahnte Möglichkeit Gottes in unserer Zeit?