Fastenkonzert der Stiftsmusik 2026: Haydns „Sieben letzte Worte“ berührten Herz und Verstand
01.03.26
Ein musikalisch wie geistlich bewegender Konzertnachmittag erfüllte die voll besetzte Stiftskirche St. Peter: Beim diesjährigen Fastenkonzert brachte die Stiftsmusik "Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuze" von Joseph Haydn zur Aufführung.
Unter der Leitung von Peter Peinstingl interpretierten Solisten, Chor und Orchester der Stiftsmusik dieses Meisterwerk, das seit Jahrhunderten Menschen in der Fastenzeit in besonderer Weise begleitet. Die dichte musikalische Dramaturgie und die feinsinnige Interpretation ließen Raum für Stille, Nachklang und persönliche Vertiefung.
Worte, die ins Heute sprechen
Zwischen den einzelnen Sätzen stellte Erzabt Jakob Auer OSB meditative Texte, die die „Letzten Worte“ Jesu mit den Werken der Barmherzigkeit in Verbindung brachten. Dabei gelang es ihm, die geistliche Botschaft in unseren konkreten Alltag zu übersetzen: Was bedeuten Vergebung, Trost, Vertrauen oder Hingabe heute – in unseren Familien, in der Gesellschaft, in den Herausforderungen unserer Zeit? Es entstand ein lebendiger Dialog zwischen Musik und Wort, zwischen Passion und Nächstenliebe. Die Zuhörerinnen und Zuhörer wurden eingeladen, die Worte Jesu nicht nur zu betrachten, sondern als Auftrag und Ermutigung für das eigene Leben zu verstehen.
Berührende Aufführung in besonderem Rahmen
Die voll besetzte Stiftskirche St. Peter bot den würdigen Rahmen für diesen besonderen Nachmittag. Die große Aufmerksamkeit im Kirchenraum zeugte davon, wie sehr Musik und Texte die Anwesenden bewegten. Nach dem aufwühlenden „Terremoto“ am Ende des Werkes verließen die Musizierenden den Altarraum ohne den Applaus abzuwarten, um der dramatischen Dimension des Werkes Genüge zu tun. Die Sonntagsmusik wurde so zu einem Nachmittag, der nicht nur künstlerisch überzeugte, sondern auch geistlich nachwirkt – weit über den Moment hinaus.
Dank für gelungene Kooperation
Ein herzlicher Dank gilt allen Kooperationspartnern, insbesondere der Erzdiözese und der Straßenzeitung „Apropos“, für die gute Zusammenarbeit in der Durchführung dieses Konzertes.











